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Wissenspool: Schlagwort «Leitlinien»

"Leitlinien für Diagnostik und Therapie" von 154 deutschen Fachgesellschaften

Die derzeit 154 wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften Deutschlands sind in der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft (AWMF) organisiert. Die Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie" aus den einzelnen Fachrichtungen. Sie sind "systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen [und] beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren." Die Leitlinien sind online zugänglich. Auch das Schweizerische Bundesgericht hat bei medizinischen Fragestellungen schon wiederholt auf dortige Ausführungen abgestellt: BGE 130 V 396, Erw. 6.2.2 (psychogene Schmerzen); U 556/06 vom 17.12.2007, Erw. 5.3 (Paraplegie/Sexualfunktionsstörung); I 29/06 vom 09.08.2007, Erw. 6.1 (POS bzw. ADHS); U 127/06 vom 18.04.2007, Erw. 8.1 (Schlafstörungen); I 897/05 vom 13.02.2006, Erw. 4.1 (Hirnstamm-Implantat); U 77/05 vom 22.08.2005, Erw. 3.2 und U 180/05 vom 17.08.2005, Erw. 4.1 und U 418/04 vom 10.08.2005, Erw. 4.2.1 (Borreliose); I 518/01 vom 24.05.2002, Erw. 3bb (Aggravation).

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"Leitlinien für die Begutachtung psychischer Störungen" weiterhin Standard

Die "Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychischer Störungen" werden durch das Bundesgericht im aktuellen Urteil 8C_694/2008 vom 5. März 2009, Erw. 5.3, als Standard bestätigt (vgl. Urteil I 142/07 vom 20. November 2007, E. 3.2.4 mit Hinweisen). Demnach haben die "Leitlinien" nicht verbindlich-behördlichen Charakter, sondern formulieren den fachlich anerkannten Standard für eine sachgerechte, rechtsgleiche psychiatrische Begutachtungspraxis in der Schweiz. Weitere Urteile mit Bezug auf die "Leitlinien": I 756/05, E. 2.3: Rückfrage des Experten beim behandelnden Arzt I 676/05, E. 2.4 und I 783/05, E. 2.2 und I 51/06, E. 3.1.2: Ermessen der Experten, Spielraum I 391/06, E. 3.2.2 und I 961/06, E. 3.1: vorgetäuschte Sicherheit ist kein Qualitätsmerkmal I 404/05, E. 5.3: Experte bestimmt, wie weit er untersucht I 192/06, E. 3 und 8C_496/08, E. 6.2: Kernstück der Begutachtung ist die klin. Untersuchung, nicht Tests I 722/06, E. 4.3.2.2: Diskussion der vorhand. med. Akten ist unabdingbar I 1094/06, E. 3.1.1: Begutachtungsdauer 20 Min. zu kurz (i.R. 1-2 Std.)

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