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Wissenspool: Schlagwort «Rechtsanwalt»

Unfallverletzung oder Krankheitsprozess? – Eine heikle und folgenschwere Abgrenzung

Artikel in Thurgauer Zeitung im November 2015
von
Markus Rüegg, eidg. dipl. Sozialversicherungsexperte

Nach einem Unfall können sich unfallbedingte Verletzungen und Krankheitsfaktoren auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit auswirken. Die Frage der Ursache der gesundheitlichen Beeinträchtigung kann sich entweder schon vom Unfallzeitpunkt an oder erst nach und nach ergeben und dazu führen, dass Verfahren bei mehreren Sozial- oder Privatversicherungen laufen.

Bei einem entsprechenden Gesundheitsschaden stellt die Deckung des Lohnausfalls für Erwerbstätige bzw. die Deckung des Ausfalls einer im Haushalt tätigen Person ein vordringliches Bedürfnis dar. Hierfür kommen in erster Linie Taggelder der sozialen oder einer privaten Unfallversicherung in Frage. Ist unklar, ob es sich um Unfall- oder um Krankheitsfolgen handelt, besteht für die Krankentaggeldversicherung, sofern eine solche abgeschlossen wurde, eine Vorleistungspflicht, bis die Ursache geklärt ist. Auch allfällige Leistungen der Arbeitslosenkasse, der IV oder der Pensionskasse können von der Klärung dieser Frage beeinflusst sein.  

Wichtig ist im Schadensfall einerseits die möglichst zügige medizinische und rechtliche Abgrenzung zwischen Unfall- und Krankheitsfaktoren, um ungedeckte finanzielle Ausfälle zu vermeiden. Andererseits sind bei mehreren beteiligten Versicherungen die Leistungen richtig zu koordinieren, um Lücken oder Überentschädigungen auszuschliessen. Es lohnt sich in finanzieller und administrativer Hinsicht, den Leistungsvoraussetzungen der Versicherungen von Beginn weg die nötige Aufmerksamkeit zu schenken und auf die Koordination von Versicherungsleistungen zu achten.

Studer Anwälte AG, 071 677 80 00, www.studer-anwaelte.ch

Standorte in den Kantonen Thurgau und St. Gallen in Kreuzlingen, St. Gallen und Wil

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Gemeinsame elterliche Sorge

 

Eine Fachinformation von
Frau Rechtsanwältin Gabriele Goppel, Studer Anwälte AG

Anwältin für Scheidungsrecht und Familienrecht
für den Kanton Thurgau und den Kanton St. Gallen
mit Standorten in Kreuzlingen, St. Gallen und Wil /SG

Neu: Seit dem 1.7.2014 ist die gemeinsame elterliche Sorge der Regelfall

Nun ist die gemeinsame elterliche Sorge für alle Eltern, egal ob geschieden, nicht verheiratet oder getrennt der Regelfall. Was heisst dies für den Umgang mit dem Kind im Einzelnen?

1. Worum geht es?

In den Jahren nach der Revision des Scheidungsrechts im Jahre 2000 war das alleinige Sorgerecht bei der Scheidung oder Trennung der Eltern der Regelfall. Es zeichnete sich jedoch mehr und mehr der Trend nach einem gemeinsamen Sorgerecht für das Kind ab, so dass nun dieser Anteil bei rund 45 % liegt. Der Gesetzgeber nahm neben dieser Entwicklung vor allem das Wohl des Kindes zum Anlass, nun die gemeinsame elterliche Sorge zum Regelfall zu erheben. Er geht davon aus, dass die gemeinsame elterliche Sorge der Entwicklung des Kindes in jeder Hinsicht am besten zuträglich ist.

2. Worüber entscheidet das Gericht?

Im Falle einer Scheidung prüft das Gericht, ob die Voraussetzungen für die gemeinsame elterliche Sorge gegeben sind. Diese wird nur dann nicht erteilt, wenn bei einem Elternteil Unerfahrenheit im Umgang mit dem Kind, Krankheit, Ortsabwesenheit, ein Dauerkonflikt der Eltern o.ä. in Betracht kommen. Oder kurz: Die gemeinsame elterliche Sorge wird dann nicht gewährt, wenn die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde im Rahmen einer Kindesschutzmassnahme die gemeinsame elterliche Sorge gleich wieder entziehen würde. Anzumerken ist, dass z.B. allein eine schlechte Zahlungsmoral eines Elternteils oder „alltägliche Probleme“ unter den Eltern noch nicht zu einem Entzug der gemeinsamen elterlichen Sorge führen. Nur wenn das Wohl des Kindes also ernsthaft gefährdet ist, kann das gemeinsame Sorgerecht verweigert werden.

3. Was gilt bei einem Wechsel des Wohnsitzes?

Neu inbegriffen in der elterlichen Sorge ist nun das Recht, über den Aufenthalt des Kindes gemeinsam zu entscheiden. Dies bedeutet, dass bei einem Umzug des Kindes ins Ausland oder bei einem Wohnsitzwechsel innerhalb der Schweiz - falls er erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung des persönlichen Verkehrs hat - der andere sorgeberechtigte Elternteil zustimmen muss. 

4. Was tun, wenn ein Scheidungsurteil schon vorliegt?

Ist ein Scheidungsurteil bereits ergangen, kann ein Elternteil während eines Jahres – also bis zum 30.6.2015 – die gemeinsame elterliche Sorge beantragen, sofern das Scheidungsurteil weniger als fünf Jahre zurückliegt. Die Beurteilung des Gerichts erfolgt nach den oben genannten Kriterien.

5. Sind Abweichungen vom neuen Regelfall möglich?

Wünschen beide Elternteile, dass die elterliche Sorge nur einem Elternteil zukommen soll, so kann dies vom Gericht genehmigt werden, sofern dieser Entscheid dem Wohle des Kindes entspricht. Sicher werden die Motive für diesen Antrag von Gericht genau geprüft werden.

6. Wie werden die Erziehungsgutschriften verteilt?

Neu wird auch über die Erziehungsgutschriften entschieden. Erziehungsgutschriften werden versicherten Personen für die Jahre angerechnet, in denen sie die elterliche Sorge über das Kind bis zum 16. Lebensjahr ausüben. Die Zuteilung der Erziehungsgutschriften erfolgt nach dem Anteil der jeweiligen Betreuung des Kindes. Der Elternteil, der das Kind überwiegend betreut, wird in der Regel eine Einbusse in der Erwerbstätigkeit in Kauf nehmen, die es auszugleichen gilt. Wird das Kind hälftig betreut, so können die Betreuungsgutschriften geteilt werden.

7. Praktischer Tipp

Zur Frage, welche Regelungen zum Sorgerecht in eine Scheidungskonvention aufgenommen werden sollten, ist es sinnvoll, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt um Rat zu fragen. Ihre Anwältin oder Ihr Anwalt klärt Fragen nach der Obhut des Kindes, nach den Betreuungsanteilen oder dem persönlichen Verkehr und den Unterhaltsbeiträgen. Klare, konkrete Regelungen sind gerade in der bestehenden Konfliktsituation der Eltern nötig. Es genügt dem Gericht gerade nicht, wenn die Eltern lediglich erklären, sie hätten sich über diese Punkte geeinigt. Eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt kann helfen, dass die angestrebte Lösung tatsächlich erreicht werden kann.

Der Kanton St. Gallen hat eine interessante Broschüre dazu heraus gegeben: BROSCHÜRE KANTON ST. GALLEN

Dieser Artikel ist hier auch als PDF abrufbar.

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Als Anwalt bzw. Anwälte sind wir am Standort Wil SG vertreten.

Unserer Anwaltskanzlei verfügt über mehrere Standorte, diese sind verteilt im Raum Thurgau Ost, Thurgau Süd, St. Gallen Nord und See. Unsere Anwaltskanzlei ist in Kreuzlingen, St. Gallen und Wil verankert. Wil gehört zu unserem Einzugsgebiet als Anwalt.

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Arbeiten Sie in Wil SG oder ist der Standort Ihres Unternehmens in Wil SG oder der Umgebung von Wil SG? Dann sind wir Ihr Anwalt in Wil für Arbeitsrecht und andere Fragen.

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Als Anwalt im Thurgau kennen wir die Gepflogenheiten im Thurgau. Wenn Sie im Thurgau einen Anwalt benötigen stehen wir als Ihr Anwalt aus dem Thurgau mit Rat und Tat zur Seite. Unser Herkunft ist der Thurgau, wo wir die Anwaltskanzlei in Kreuzlingen gegründet haben. Für das Gebiet Thurgau stehen wir Ihnen in Kreuzlingen und in Wil / SG zur Verfügung. Im Südthurgau sind wir mit unserem Standort in Wil damit auch aus dem westlichen und südlichen Gebiet des Thurgau als Ihr Anwalt gut erreichbar.

Unsere Kanzlei Studer Anwälte AG ist im Thurgau seit dem Jahr 2001 in speziellen Rechtsgebiete tätig. Unsere Mitglieder kennen den Thurgau. Entweder stammen die Anwälte aus dem Thurgau oder sie sind als Anwälte schon jahrelang im Thurgau tätig.

Dieter Studer ist im Thurgau aufgewachsen und er hat die Schulen im Thurgau durchlaufen. Seit dem Jahr 2001 ist er im Thurgau als Anwalt tätig. Davor hat er an Gerichten und in Anwaltskanzleien im Thurgau gearbeitet. Markus Rüegg stammt ebenfalls aus dem Thurgau. Er ist eidg. Dipl. Sozialversicherungsexperte und ist seit 2003 Teil der Anwaltskanzlei im Thurgau. Roland Zahner ist im Grenzgebiet Thurgau und St. Gallen aufgewachsen und er ist seit Jahren als Anwalt im Thurgau tätig. Gabriele Goppel lebt seit bald zehn Jahren in Kreuzlingen im Thurgau. Sie ist ebenfalls beider Studer Anwälte AG als Anwältin tätig. Daniel Meier stammt aus dem Kanton Schaffhausen. Er hat ebenfalls Verbindungen zum Thurgau.

Wir bieten Ihnen gerne unsere anwaltliche Dienstleistung im Thurgau in verschiedenen Rechtsgebieten als Anwälte an:

Anwalt für Versicherungsrecht bei Krankheit und Unfall (Schadenersatz, Schmerzensgeld, Sozialversicherungen, Privatversicherungen), Anwalt für Arbeitsrecht, Anwalt für Familienrecht, Anwalt für Scheidungsrecht, Anwalt für Erbrecht, Anwalt für Strafrecht, Anwalt für Mietrecht, Anwalt für Vertragsrecht.

Wenn Sie im Thurgau einen Anwalt suchen, sind Sie bei uns bei den genannten Rechtsgebieten in guten Händen. Wir beraten im Thurgau Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen und Gemeinden.

Im Thurgau ist unsere Anwaltskanzlei wir von überall her in weniger als einer halben Stunde erreichbar. In Kreuzlingen für den Osten und den See des Thurgaus, am Standort Wil für den Westen und Süden des Thurgaus. Wir treten als Anwälte an allen Gerichten des Thurgaus auf. An den Bezirksgerichten des Thurgau, am Obergericht des Thurgau, am Verwaltungsgericht des Thurgau und als Anwalt vor den Behörden des Thurgau.

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Unsere Kanzlei Studer Anwälte AG ist in der Schweiz seit dem Jahr 2001 in speziellen Rechtsgebiete tätig. Unsere Mitglieder kennen die Schweiz. Entweder stammen die Anwälte aus der Schweiz oder sie sind als Anwälte schon jahrelang in der Schweiz tätig.

Dieter Studer ist im Thurgau aufgewachsen und er hat die Schulen im Thurgau durchlaufen. Seit dem Jahr 2001 ist er im Thurgau als Anwalt tätig. Davor hat er an Gerichten und in Anwaltskanzleien im Thurgau gearbeitet. Markus Rüegg stammt ebenfalls aus dem Thurgau. Er ist eidg. Dipl. Sozialversicherungsexperte und ist seit 2003 Teil der Anwaltskanzlei im Thurgau. Roland Zahner ist im Grenzgebiet Thurgau und St. Gallen aufgewachsen und er ist seit Jahren als Anwalt im Thurgau tätig. Gabriele Goppel lebt seit bald zehn Jahren in Kreuzlingen im Thurgau. Sie ist ebenfalls beider Studer Anwälte AG als Anwältin tätig. Daniel Meier stammt aus dem Kanton Schaffhausen. Er hat ebenfalls Verbindungen zum Thurgau.

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In der Ostschweiz ist unsere Anwaltskanzlei wir von überall her in weniger als einer halben Stunde erreichbar. In Kreuzlingen für den Osten und den See des Thurgaus, am Standort Wil für den Westen und Süden des Thurgaus. Wir treten als Anwälte an allen Gerichten der Schweiz auf und wir sind als Anwälte vor allen Gerichten der Schweiz zugelassen.

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Anwalt - Unfallopfer erfährt wegen Wagnis Leistungskürzung der Unfallversicherung

Das Bundesgericht hatte im Entscheid vom 04.12.2012 (8C_274/2012) zu beurteilen, ob ein Sprung in den Rhein ein Wagnis im Sinne des Unfallversicherungsgesetzes (UVG) darstellt und ob sich in diesem Fall entgegen der der Position des Anwalts das Unfallopfer eine empfindliche Leistungskürzung der Versicherung anrechnen lassen müsse. Das Gericht meinte, dass bei einem gewollten Fall aus vier Metern Höhe kopfüber in den Rhein wäre es unabdingbar gewesen, sich der genügenden Flusstiefe vorher zu vergewissern.

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