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Wissenspool: Schlagwort «UVG»

Änderungen bei Unfallversicherung für Arbeitnehmer per 01.01.2017

Alle Angestellten profitieren seit Anfang Jahr von kleinen Verbesserungen in der obligatorischen Unfallversicherung (UVG). So beginnt der Versicherungsschutz neu ab Beginn des Arbeitsverhältnisses gemäss Arbeitsvertrag. Bislang war der effektive Arbeitsbeginn ausschlaggebend. Beispiel: Wer ab dem 1. Juli eine neue Vollzeitstelle hat und am Montag, 3. Juli, die Arbeit antritt, ist versichert, falls am Samstag oder Sonntag beim Inlineskaten ein Unfall passiert. 

Umgekehrt endet die Versicherung neu erst am 31. Tag nach dem Arbeitsverhältnis. Bislang waren es 30 Tage, was bei längeren Monaten für Deckungslücken sorgte. Dasselbe Problem trat bei der Abredeversicherung auf, mit der man den Versicherungsschutz verlängern kann. Sie gilt nun maximal 6 Monate statt 180 Tage.

Die Revision bringt aber auch klare Verschlechterungen. Sie betreffen Verunfallte, die wegen einer teilweisen oder vollständigen Invalidität eine Rente erhalten. Solche Renten werden neu bei Erreichen des AHV-Alters gekürzt. Das bedeutet, dass eine invalide Person im Rentenalter finanziell nicht mehr bessergestellt ist als eine Person, die keinen Unfall erlitten hat. Deshalb gibt es auch keine Invalidenrente mehr, falls jemand als Rentner noch arbeitet und verunfallt. Das ist für Arbeitgeber heikel. Der Chef läuft Gefahr, dass der verunfallte Angestellte haftpflichtrechtlich gegen ihn vorgeht.

Schliesslich ist genauer geregelt, was alles als Unfall gilt. Der Bereich der versicherten «unfallähnlichen Körperschädigung» wurde leicht erweitert. So sind beispielsweise Sehnenrisse, Muskelzerrungen oder Verrenkungen ausdrücklich versichert, sofern sie «nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind».

Link zum Bundesamt für Gesundheit: Unfallversicherung

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/versicherungen/unfallversicherung/revisionsprojekte/abgeschlossene-revisionen/revision-des-bundesgesetzes-ueber-die-unfallversicherung-uvg.html?_organization=317

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Neues aus den Sozialversicherungen

Am 28. und 29. Mai 2010 fand in Weinfelden das von Karin Goy und Rolf Pulver bestens organisierte jährliche Weiterbildungsseminar des Schweizerischen Verbandes der Sozialversicherungsfachleute , Sektion Nord-/Ostschweiz (http://www.svs-nordost.ch) statt. Es wurde über wichtige Aktualitäten in den Bereichen ALV, BVG, Pflege, UVG und IV berichtet: Auf dem wird das Thema "Flexicurity" immer wichtiger. Die zunehmenden flexiblen Arbeitsverhältnisse sind anfällig auf Versicherungslücken, besonders in den Bereichen BVG und ALV. Die vom Parlament kürzlich beschlossene (Arbeitslosenversicherungsgesetz) steht vor allem im Zeichen des Sparens bei den . Dagegen läuft aktuell ein Referendum, das darauf abzielt, für die Sanierung statt der Revision vielmehr die gesetzlich bereits dafür vorgesehenen Instrumente bei den zu nutzen (Art. 90c AVIG). Die soll eine Senkung des höchstversicherten Verdienstes von heute Fr. 126'000.- sowie eine Erhöhung des Minimalrentengrades von 10 auf 20% (bei nicht objektivierbaren Leiden sogar auf 40%) bringen. Das wird kritisiert mit dem Argument, dass die UVG-Versicherer stets eine sehr gute Finanzlage hatten. Für die ab 1.1.2011 wird kein neues Gesetz erlassen, sondern AHVG/IVG, ELG und KVG werden teilrevidiert. Neu wird es auch in der AHV eine leichte Hilflosenentschädigung (bisher nur mittlere und schwere) geben und in der EL werden Vermögens-Freibetrag und Wohneigentums-Freibetrag erhöht. Im Bereich wurde per 1.1.2010 der neue Art. 2 Abs. 1bis FZG eingeführt, mit welchem die Altersleistungen nicht zwingend schon bei einem Austritt im Frühpensionsalter bezogen werden müssen. Ab 1.1.2011 werden zwei neue Art. 33a und 33b BVG zudem die Weiterversicherung des bisherigen Verdienstes sowie auch nach dem ordentlichen Pensionsalters ermöglichen. Ferner wurde bereits per 1.1.2009 mit dem neuen Art. 1k BVV2 die 3-Monats-Ausnahme bei der BVG-Deckung durchbrochen. Die soll bekanntlich insbesondere bei den laufenden Renten Einsparungen bringen. Insgesamt sollen die Kosten von 12'500 laufenden Renten (gerechnet als Vollrenten) gespart werden, was rund 16'000 RentnerInnen betrifft. Es muss befürchtet werden, dass nur die allerwenigsten von Ihnen eine Eingliederung aus der Rente vollziehen können(Arbeitsmarkt fehlt, Betreuung ungenügend) und dass die bei der IV gesparten Kosten dann grösstenteils anderswo anfallen, insbesondere bei der Sozialhilfe. Anbei finden Sie die Folien dieser (ausgewählten) Referate. >

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